ADHS Behandeln mit Neurofeedback: Wirksam ohne Medikamente

Neurofeedback ist eine wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Alter­na­ti­ve zur klas­si­schen ADHS-The­ra­pie. Durch Neurofeedback trai­nie­ren Sie die Selbst­re­gu­la­ti­ons­fä­hig­keit Ihres Gehirns nach­hal­tig. Ob als eigen­stän­di­ge Behand­lung oder kom­ple­men­tär zu Medi­ka­men­ten und Psy­cho­the­ra­pien – Neurofeedback ist eine neben­wir­kungs­freie The­ra­pie, die das Gehirn regu­liert, damit es fokus­sie­ren, sich kon­zen­trie­ren und Impul­se und Emo­tio­nen steu­ern kann, nach­hal­tig und ohne Nebenwirkungen.

Neurobiologischer Hintergrund bei ADHS und ADS

Warum Neurofeedback bei ADHS? Vorteile der Therapie

Keine Nebenwirkungen

Ein natür­li­ches Lern­ver­fah­ren ohne Neben­wir­kun­gen phar­ma­ko­lo­gi­scher Behandlungen.

Nachhaltiges Lernen

Das Gehirn behält die erlern­te Fer­tig­keit nach Ende der The­ra­pie bei.

Hohe Erfolgsquote

Wis­sen­schaft­lich beleg­te Wirk­sam­keit bei der Reduk­ti­on von ADHS.

Kombinierbar

Ide­al als Ergän­zung zu bestehen­den medi­ka­men­tö­sen The­ra­pien oder Psychotherapien.

Was ist der Unterschied zwischen ADHS und ADS?

Das Auf­merk­sam­keits­de­fi­zit-Hyper­ak­ti­vi­täts-Syn­drom ADHS, engl. ADHD für Atten­ti­on Defi­cit Hyperac­ti­vi­ty Dis­or­der, unter­schei­det sich durch die Hyper­ak­ti­vi­tät betrof­fe­ner Per­so­nen vom Auf­merk­sam­keitsdefi­zit-Syn­drom ADS.

Wie kommt es zu ADHS oder ADS?

Das Auf­merk­sam­keits­de­fi­zit-Syndrom mit oder ohne Hyper­ak­ti­vi­tät kann gene­tisch, trau­ma­tisch, oder durch toxi­sche Ein­wir­kung ent­ste­hen. Bei ADHS und ADS wer­den Auf­merk­sam­keit und Kon­zen­tra­ti­on durch die über­mä­ßi­ge Akti­vi­tät lang­sa­mer Gehirn­strom­ak­ti­vi­tä­ten ver­hin­dert. Gleich­zei­tig sind die schnel­le­ren Gehirn­strom­ak­ti­vi­tä­ten, die für kon­zen­trier­te geis­ti­ge oder kör­per­li­che Akti­vi­tät erfor­der­lich sind, redu­ziert. Bei ADHS über­er­regt sich das Gehirn, um die Domi­nanz der zu lang­sa­men Gehirn­strom­ak­ti­vi­tä­ten (The­ta-Akti­vi­tät) zu über­win­den. Sowohl bei ADHS als auch bei ADS kann die­se neu­ro­na­le Fehl­funk­ti­on mit­tels Neurofeedback gemes­sen, ana­ly­siert und ohne Medi­ka­men­te nach­hal­tig the­ra­piert wer­den. Die exzel­len­te Wirk­sam­keit von Neurofeedback bei ADHS und ADS ist durch eine Viel­zahl an Stu­di­en belegt.

Was sind die Symptome von ADHS?

ADHS und ADS gehö­ren zu den häu­figs­ten Beschwer­den im Kin­des- und Jugend­al­ter. 40–80 % der Betrof­fe­nen lei­den im Erwach­se­nen­al­ter an den Spät­fol­gen die­ser Stö­run­gen, die Bil­dungs­weg, Bezie­hungs­ge­stal­tung und psy­chi­sche Gesund­heit beein­flus­sen. Die Sym­pto­me rei­chen von Kon­zen­tra­ti­ons- und Lern­stö­run­gen bis hin zu Impul­si­vi­tät und Hyper­ak­ti­vi­tät. Ärzt­lich ver­ord­ne­te medi­ka­men­tö­se The­ra­pien wir­ken in man­chen Fäl­len sym­ptom­lin­dernd, zie­hen aller­dings häu­fig nach­tei­li­ge Neben­wir­kun­gen mit sich. Wer­den die Medi­ka­men­te abge­setzt, ent­fal­ten sich die Sym­pto­me oft erneut. Neurofeedback hin­ge­gen behan­delt die für ADHS und ADS ursäch­li­chen Fehl­funk­tio­nen der Gehirn­strom­ak­ti­vi­tä­ten und regu­liert die­se nachhaltig.

Unsere Methoden im Überblick

Analyse des peripheren Nervensystems

Beim Biofeedback ler­nen Sie, unbe­wuss­te kör­per­li­che Pro­zes­se wie Herz­ra­te, Atmung und Mus­kel­span­nung bewusst zu steuern.

  • Ziel: Stress­ab­bau und Stressresistenz
  • Fokus: Das peri­phe­re Ner­ven­sys­tem und kör­per­li­che Stressreaktionen.
  • Ergeb­nis: Eine bes­se­re Wahr­neh­mung für den eige­nen Körperzustand.

Training der Gehirnaktivität

Neurofeedback ist eine spe­zia­li­sier­te Form des Bio­feed­backs, das direkt am zen­tra­len Ner­ven­sys­tem (Gehirn) ansetzt. Durch die Visua­li­sie­rung der Gehirn­strom­ak­ti­vi­tä­ten (EEG) wird Kon­zen­tra­ti­on und Emo­ti­ons­kon­trol­le erlernt und bewusst herbeigeführt.

  • Wis­sen­schaft: basie­rend auf den Prin­zi­pi­en des ope­ran­ten Konditionierens
  • Nach­hal­tig­keit: lang­fris­ti­ge Ver­än­de­rung der neu­ro­na­len Netzwerke
  • Fle­xi­bi­li­tät: indi­vi­du­ell ange­pass­te Trainingsprotokolle

Regulierung langsamer und schneller Gehirnaktivitäten bei der ADHS Behandlung mit Neurofeedback

Die als gel­be Bal­ken dar­ge­stell­ten Gehirn­ak­ti­vi­tä­ten zei­gen die lang­sa­me The­ta-Akti­vi­tät (4–8 Hz) im Ver­hält­nis zur schnel­len Beta-Akti­vi­tät (13–21 Hz). Für Auf­merk­sam­keit und Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit muss das Gehirn Beta-Akti­vi­tät pro­du­zie­ren, die durch The­ta-Akti­vi­tät, z. B. als Belas­tungs­re­ak­ti­on, gehemmt wird.

Ihr Weg zum Therapieerfolg: Der Ablauf

Begrüßung eines Patienten in der Praxis

1. Sitzung: Anamnese

In einem aus­führ­li­chen Gespräch neh­men wir uns Zeit für Sie, klä­ren Ihre Zie­le und stel­len Ihnen Biofeedback und Neurofeedback vor.

Neurofeedbackbehandlung eines jungen Mannes

2. Sitzung: Analyse

Mit­tels Brain­scan: QEEG, EEG, FFT, ERKP und einer Ana­ly­se des peri­phe­ren Ner­ven­sys­tems: Herz­fre­quenz, Atem­funk­ti­on, Mus­kel­to­nus, uvm erstel­len wir eine prä­zi­se Gesamt­ana­ly­se, um Ihren Beschwer­den auf den Grund zu gehen.

Neurofeedbackbehandlung eines jungen Mannes

3. Sitzung: Start der Therapie

Wir bespre­chen die Ana­ly­se-Ergeb­nis­se ein­ge­hend und star­ten direkt mit der ers­ten indi­vi­du­el­len Neurofeedback und Biofeedback-Therapieeinheit.

ADHS-Neurofeedback

4. Sitzungen: Wöchentliches Training

Wöchent­li­che Sit­zun­gen (ca. 15-20 Ter­mi­ne) fes­ti­gen die neu­en Fähig­kei­ten. Zusätz­lich erhal­ten Sie ein indi­vi­du­el­les “Home-Training” für den Alltag.

Das sagen unsere Patienten

Häufige Fragen zu Neurofeedback und der Therapie

Ist Neurofeedback wissenschaftlich anerkannt?

Ja. Neurofeedback bei ADHS ist eine wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Metho­de und eine evi­denz­ba­sier­te The­ra­pie. Stu­di­en zei­gen, dass die Effek­te von Neurofeedback bei Auf­merk­sam­keit und Impuls­kon­trol­le oft mit der Wir­kung von Medi­ka­men­ten ver­gleich­bar sind, jedoch auf einem nach­hal­ti­gen Lern­pro­zess basieren.

Hat Neurofeedback Nebenwirkungen?

Ein gro­ßer Vor­teil von Bio- und Neurofeedback ist, dass es sich um nicht-inva­si­ve Lern­ver­fah­ren han­delt. Es wer­den kei­ne Strom­schlä­ge oder Medi­ka­men­te ver­ab­reicht. Ver­ein­zelt kann es nach den ers­ten Sit­zun­gen zu leich­ter Müdig­keit kom­men, da das Gehirn inten­siv „trai­niert“. Lang­fris­ti­ge nega­ti­ve Neben­wir­kun­gen sind nicht bekannt.

Werden die Kosten einer Biofeedback- & Neurofeedbacktherapie von den Krankenversicherungen bezahlt?

Die The­ra­pie­kos­ten wer­den von den öster­rei­chi­schen gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­run­gen, je nach Kas­se und Indi­ka­ti­on, teil­wei­se rück­erstat­tet. Pri­va­te Zusatz­ver­si­che­run­gen über­neh­men, ver­trags­ab­hän­gig, grö­ße­re Tei­le bis zur Gän­ze der Kosten.

Kann mein Kind die Medikamente (z.B. Ritalin) parallel weiternehmen?

Ja. Neurofeedback ist als kom­ple­men­tä­re (ergän­zen­de) The­ra­pie geeig­net. Es muss nicht „ent­we­der – oder“ hei­ßen. Im Ver­lauf des Neu­rofeed­backs kann bei Sym­tom­ver­bes­se­rung unter ärzt­li­cher Auf­sicht die medi­ka­men­tö­se The­ra­pie redu­ziert oder “aus­ge­schli­chen” wer­den, wenn das Gehirn erlernt hat, sich selbst zu regulieren.

Wie viele Sitzungen sind insgesamt nötig?

Ers­te Ver­bes­se­run­gen sind oft schon nach 5 bis 10 Sit­zun­gen fest­stell­bar. Für eine sta­bi­le und dau­er­haf­te Ver­än­de­rung der Gehirn­ak­ti­vi­tät sind in der Regel 15 bis 20 Sit­zun­gen (ein­mal pro Woche) not­wen­dig. Das Gehirn benö­tigt die­se Zeit, um die neu­en Regu­la­ti­ons­mus­ter fest zu ver­an­kern – ver­gleich­bar mit dem Erler­nen einer neu­en Spra­che oder eines Instruments.

Bleiben die Erfolge auch nach Therapieende bestehen?

Ja. Da Neurofeedback ein Lern­pro­zess ist (ähn­lich wie Fahr­rad­fah­ren), ver­lernt das Gehirn die neu gewon­ne­nen Fähig­kei­ten nicht so ein­fach. Das Ziel ist eine dau­er­haf­te Umstruk­tu­rie­rung der neu­ro­na­len Netz­wer­ke. Durch das beglei­ten­de Home-Training wird die­ser Effekt im All­tag zusätz­lich gefestigt.

Was ist der Unterschied zwischen ADHS und ADS?

Das Auf­merk­sam­keits­de­fi­zit-Hyper­ak­ti­vi­täts-Syn­drom ADHS, engl. ADHD für Atten­ti­on Defi­cit Hyperac­ti­vi­ty Dis­or­der, unter­schei­det sich durch die Hyper­ak­ti­vi­tät betrof­fe­ner Per­so­nen vom Auf­merk­sam­keits­de­fi­zit-Syn­drom ADS.

Wie äußert sich ADHS bei Erwachsenen?

ADHS ist ein Sym­ptom dys­funk­tio­na­ler neu­ro­na­ler Erre­gung und Hem­mung. Meist nimmt zwar die moto­ri­sche Hyper­ak­ti­vi­tät mit zuneh­men­dem Alter ab, Unru­he, Unge­duld oder impul­si­ves Ver­hal­ten blei­ben jedoch bestehen und erschwe­ren beruf­li­che Leis­tun­gen und sozia­le Beziehungen.

Wie kann ADHS oder ADS behandelt werden?

ADHS wird häu­fig medi­ka­men­tös behan­delt, obwohl die Stu­di­en­la­ge ein­deu­tig ist: Neurofeedback ist bei der Behand­lung von ADHS und ADS wirk­sa­mer als medi­ka­men­tö­se oder psy­cho­the­ra­peu­ti­sche The­ra­pien. Die­se behan­deln ledig­lich die Sym­pto­me, nicht aber die Ursa­chen, und brin­gen zudem oft Neben­wir­kun­gen mit sich. Neurofeedback regu­liert die für ADHS und ADS ursäch­li­chen Gehirn­funk­ti­ons­stö­run­gen. Blo­ckie­ren z. B. aus­ge­präg­te, zu lang­sa­me Gehirn­strom­ak­ti­vi­tä­ten (The­ta-Akti­vi­tät) im Wach­zu­stand die Ent­wick­lung schnel­ler Gehirn­strom­ak­ti­vi­tä­ten (Beta-Akti­vi­tät), die zur Kon­zen­tra­ti­on und Infor­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung erfor­der­lich sind, wird ein Neurofeedback-Fre­quenz­band­trai­ning durch­ge­führt, bei dem die schnel­le Beta-Akti­vi­tät im Ver­hält­nis zur lang­sa­men The­ta-Akti­vi­tät erhöht wird. Als gleich­wer­ti­ge, wenn nicht sogar über­le­ge­ne The­ra­pie kann das Neurofeedback-SCP-Training der lang­sa­men kor­ti­ka­len Poten­tia­le (Slow Cor­ti­cal Poten­ti­als) durch­ge­führt wer­den. Dabei wird die rasche Anpas­sung an Rei­ze und Anfor­de­run­gen erlernt, um die Regu­la­ti­ons­fä­hig­keit des Gehirns her­zu­stel­len (Sie­he Stu­di­en: ADHS). Neurofeedback kann eigen­stän­dig oder auch in Ver­bin­dung mit medi­ka­men­tö­sen und psy­cho­the­ra­peu­ti­schen The­ra­pien ein­ge­setzt werden.

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Mag. Angelika Jaksch, MAS

Mag. Angelika Jaksch, MAS

Zer­ti­fi­zier­te Bio- und Neurofeedbacktherapeutin

  • Zer­ti­fi­zier­te Bio- und Neu­rofeed­back­the­ra­peu­tin (BFA, SFU)
  • Ein­ge­tra­ge­ne Media­to­rin gemäß ZivMediatG
  • Sys­te­mi­sche Orga­ni­sa­ti­ons­be­ra­te­rin und Trai­ne­rin (ÖGGO)

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