Bio- und Neurofeedback bei Autismus

Entwicklung fördern ohne Medikamente und Nebenwirkungen

Wie zeigt sich Autismus?

Autis­mus äußert sich viel­fäl­tig. Stö­run­gen bei der Gestal­tung sozia­ler Inter­ak­ti­on[1], ein­ge­schränk­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit, wie­der­hol­te, ste­reo­ty­pe, selbst­sti­mu­lie­ren­de Hand­lun­gen und zwang­haf­tes Fest­hal­ten an Rou­ti­nen sind nur eini­ge der Sym­pto­me, die durch die­se Ent­wick­lungs­stö­rung des Gehirns her­vor­ge­ru­fen wer­den.

Was verursacht Autismus?

Autis­mus wird auf neu­ro­na­le Ent­wick­lungs­stö­run­gen zurück­ge­führt, die durch ver­än­der­te Gehirn­struk­tu­ren in den Schlä­fen- und Front­al­lap­pen des Groß­hirns und Klein­hirns ver­ur­sacht wer­den.

Wie kann Autismus behandelt werden?

Das Neurofeedback-Fre­quenz­band­trai­ning wird zur Behand­lung von Autis­mus von der Ame­ri­can Aca­de­my of Pediatrics seit 2012 als eben­so wirk­sam wie medi­ka­men­tö­se The­ra­pien ein­ge­stuft. Dabei wer­den die Ger­hirn­strom­ak­ti­vi­tä­ten im sen­so­mo­to­ri­schen Cor­tex[2] erhöht, wodurch sich nach­weis­lich das Imi­ta­ti­ons- und Sozi­al­ver­hal­ten deut­lich ver­bes­sern. Als gleich­wer­ti­ge, wenn nicht sogar über­le­ge­ne, The­ra­pie wird das Training der lang­sa­men kor­ti­ka­len Poten­tia­le (Slow Cor­ti­cal Poten­ti­als) Neurofeedback SCP-Training durch­ge­führt. Dabei wird die rasche Anpas­sung an Rei­ze und Anfor­de­run­gen erlernt, um die Regu­la­ti­ons­fä­hig­keit des Gehirns her­zu­stel­len.

Bei­de Trai­nings­for­men regu­lie­ren die, für Autis­mus ursäch­li­chen, Fehl­funk­tio­nen des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems (sie­he Stu­di­en­la­ge). Fehl­funk­tio­nen des peri­phe­ren Ner­ven­sys­tems, wie z. B. erhöh­ter sym­pa­thi­scher Haut­re­flex, wer­den mit­tels vege­ta­ti­ver Ruhe- und Belas­tungs­ana­ly­se dia­gnos­ti­ziert und mit­tels Biofeedback the­ra­piert. Zusätz­lich kann Aktive Regeneration zum Abbau von Angst und Stress ein­ge­setzt wer­den. Biofeedback, Neurofeedback und Aktive Regeneration kön­nen bei Autis­mus eigen­stän­dig oder auch in Ver­bin­dung mit medi­ka­men­tö­sen und psy­cho­the­ra­peu­ti­schen The­ra­pien ein­ge­setzt wer­den.

 

[1] Hand­lungs­ge­stal­tung zwi­schen Men­schen

[2] Der sen­s­mo­to­ri­sche Cor­tex ist ein Teil der Groß­hirn­rin­de, der will­kür­li­che, moto­ri­sche Mus­kel­be­we­gun­gen steu­ert

Training sensomotirischer Gehirnaktivitäten bei Autismus und Schlafstörungen
Screen­shot: Training sen­so­mo­ti­ri­scher Gehirn­ak­ti­vi­tä­ten bei Autis­mus:
Die­ses Bei­spiel zeigt die Gehirn­ak­ti­vi­tät SMR im Bereich von 12 — 15 Hz, die zu schwach aus­ge­prägt ist und The­ta-Akti­vi­tät (4 – 8 Hz), die zu stark aus­ge­prägt ist. Das Training des sen­so­mo­to­ri­schen Rhyth­mus, bei gleich­zei­ti­ger Hem­mung lang­sa­mer The­ta-Akti­vi­tä­ten, stärkt die Schlaf­spin­deln. Dat­ko et al., (2017) bestä­tigt die Ver­bes­se­rung des Imi­ta­ti­ons­ver­hal­tens bei Autis­mus-Spek­trum-Stö­run­gen.

Warum Biofeedback, Neurofeedback und Aktive Regeneration bei Neuron?

  • Spe­zia­li­sie­rung: Das Team Neu­ron hat sich auf Neurofeedback, Biofeedback und Aktive Regeneration bei stress­in­du­zier­ten Fehl­funk­tio­nen spe­zia­li­siert und zeich­net sich daher durch wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Trai­nings- und The­ra­pie­kon­zep­te für eine Viel­zahl von Indi­ka­tio­nen aus.
  • Ganz­heit­lich­keit und Indi­vi­dua­li­tät: Wir ana­ly­sie­ren und bear­bei­ten Stress und dar­aus resul­tie­ren­de Fehl­funk­tio­nen im Gesamt­kon­text des Lebens unse­rer Kli­en­ten. Ob Neurofeedback, Ernäh­rung oder Sport, wir fin­den für jeden unse­rer Kli­en­ten eine indi­vi­du­ell pas­sen­de Kom­bi­na­ti­on aus Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät und Regeneration.
  • Medi­zin­tech­ni­sche Gerä­te: Das Team Neu­ron arbei­tet aus­schließ­lich mit neu­es­ten, hoch­spe­zia­li­sier­ten, medi­zin­tech­ni­schen Gerä­ten, wie Elek­tro­en­ze­pha­logra­phie (EEG), EKG Elek­tro­kar­dio­gramm (EKG) oder Elek­tro­myo­gra­phie (EMG), die höchs­te Qua­li­täts- und Sicher­heits­stan­dards erfül­len.
  • Up to date: Das Team Neu­ron setzt auf Wei­ter­bil­dung und inter­dis­zi­pli­nä­re Zusam­men­ar­beit (sie­he Refe­ren­zen) zur Qua­li­täts­si­che­rung der ange­wand­ten Metho­den Biofeedback, Neurofeedback und Aktive Regeneration.
  • Kom­bi­na­ti­ons­the­ra­pie: Biofeedback, Neurofeedback und Aktive Regeneration kön­nen eigen­stän­dig, oder auch in Ver­bin­dung mit medi­ka­men­tö­sen und psy­cho­the­ra­peu­ti­schen The­ra­pien ein­ge­setzt wer­den.

 

Häufige Fragen zu Neurofeedback bei Autismus

Wie lange dauert eine Biofeedback- & Neurofeedback-Therapie?

Die durch­schnitt­li­che Dau­er einer Biofeedback- & Neurofeedback The­ra­pie beträgt 15 – 25 The­ra­pie­ein­hei­ten zu je 50 Minu­ten. Vor The­ra­pie­be­ginn wer­den ein­ge­hen­de Ana­ly­sen und Dia­gno­sen durch­ge­führt, um einen maß­ge­schnei­der­ten The­ra­pie- und Trai­nings­plan zu erstel­len.

Werden die Kosten einer Biofeedback- & Neurofeedback-Therapie von den Krankenversicherungen bezahlt?

Die The­ra­pie­kos­ten wer­den von den öster­rei­chi­schen gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­run­gen, je nach Kas­se und Indi­ka­ti­on, teil­wei­se rück­erstat­tet. Pri­va­te Zusatz­ver­si­che­run­gen über­neh­men, ver­trags­ab­hän­gig, grö­ße­re Tei­le bis zur Gän­ze der Kos­ten.

Hat Neurofeedback Nebenwirkungen?

Bio- und Neurofeedback sind nicht inva­siv und ver­ur­sa­chen kei­ner­lei Schmer­zen. Eine Neurofeedback The­ra­pie kann auch kom­ple­men­tär zu einer lau­fen­den medi­zi­ni­sche Behand­lung ein­ge­setzt wer­den.

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