Spielerisch lernen: Jonglieren

Nov 30, 2021

Einfache koordinative Übungen zur Steigerung der Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Lernfähigkeit für Kinder und Erwachsene

All die Ein­drü­cke in unse­rer heu­ti­gen, schnel­len digi­ta­li­sier­ten Welt ver­lan­gen unse­rem Gehirn eini­ges ab. Die posi­ti­ve Wir­kung von Bewe­gung auf die kogni­ti­ve Leis­tungs­fä­hig­keit ist viel­fach nach­ge­wie­sen. So wer­den mit­tels koor­di­na­ti­ver Übun­gen ver­schie­de­ne Hirn­area­le ange­spro­chen, um neu­ro­na­le Ver­bin­dun­gen (Syn­ap­sen) ent­ste­hen zu las­sen. Dazu eig­net sich beson­ders das Jon­glie­ren, denn dabei wer­den zusätz­lich Stress­hor­mo­ne abgebaut.

Für die fol­gen­den Übun­gen wer­den 2-3 Jon­glier­bäl­le benö­tigt (ersatz­wei­se kön­nen auch z. B. mit Reis befüll­te, ver­kno­te­te Socken ver­wen­det wer­den). Es geht bei den Übun­gen nicht um Per­fek­ti­on, son­dern um den Lern­pro­zess, bei dem neue neu­ro­na­le Ver­bin­dun­gen geschaf­fen wer­den sol­len. Sobald Bewe­gun­gen per­fekt, auto­ma­ti­siert ablau­fen, wer­den kei­ne neu­en neu­ro­na­len Ver­knüp­fun­gen mehr erzeugt. Dann muss der Schwie­rig­keits­grad der Übung erhöht wer­den, um einen wei­te­ren Lern­pro­zess zu starten.

Übungen mit einem Ball

Übung 1

Hüft­breit hin­stel­len und einen Jon­glier­ball in die rech­te Hand neh­men. Zu Beginn den Ball in einem schö­nen Bogen von der rech­ten in die lin­ke Hand wer­fen, dann zurück von der lin­ken in die rech­te Hand.

Übung 2

Im nächs­ten Schritt wird der Ball ein­mal mit der rech­ten Hand gera­de in die Luft gewor­fen und mit der rech­ten Hand wie­der gefan­gen. Dann wird er von der rech­ten in die lin­ke Hand gewor­fen und im Anschluss mit der lin­ken Hand ein­mal gera­de in die Höhe gewor­fen, dann wie­der von der lin­ken in die rech­te Hand etc.

Übungen mit zwei Bällen

Übung 1

Hüft­breit hin­stel­len und einen Jon­glier­ball in jede Hand neh­men. Nun den Ball von der rech­ten in die lin­ke Hand wer­fen und sobald der Ball in der Luft ist den ande­ren Ball von links nach rechts wer­fen. Es ist dar­auf zu ach­ten, dass bei­de Bäl­le gleich hoch fliegen.

Übung 2

Hüft­breit hin­stel­len und wie­der­um einen Ball in jede Hand neh­men. Nun wer­den bei­de Bäl­le gleich­zei­tig in die Höhe gewor­fen und mit der­sel­ben Hand wie­der gefan­gen. Beim nächs­ten Wurf wer­den die Unter­ar­me ver­kreuzt (rech­te Hand ist oben) und die Bäl­le wer­den mit der jeweils glei­chen Hand wie­der gefan­gen. So wird der Ball auf der rech­ten Sei­te mit der lin­ken Hand gefan­gen und umge­kehrt. Beim nächs­ten Wurf wer­den die Hän­de wie­der ent­kreuzt und der Ball wird auf der rech­ten Sei­te mit der rech­ten Hand und auf der lin­ken Sei­te mit der lin­ken Hand gefan­gen. Beim nächs­ten Wurf wer­den die Arme wie­der ver­kreuzt, dies­mal ist die lin­ke Hand oben. Wich­tig ist hier, dass ein Ball immer auf der rech­ten Sei­te und der ande­re auf der lin­ken Sei­te bleibt.

Übung mit 3 Bällen

Klas­si­sches Jonglieren:

Wie­der­um hüft­breit hin­stel­len, dies­mal wer­den zwei Bäl­le in die star­ke Hand genom­men, und einer in die schwä­che­re Hand. Nun wird der vor­de­re Ball aus der star­ken Hand dia­go­nal in die Luft gewor­fen und im Anschluss der Ball aus der schwa­chen Hand unter dem Ball durch dia­go­nal gewor­fen. Der ers­te Ball wird mit der schwa­chen Hand gefan­gen. Nun wird der zwei­te Ball aus der star­ken Hand gewor­fen und der Ball aus der schwa­chen Hand mit der star­ken Hand gefangen.

Um die Bewe­gung zu erler­nen kann zunächst auch mit Jon­glier­tü­chern gear­bei­tet wer­den, da die­se lang­sa­mer fliegen.

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Viel Erfolg!

Ihr Team Neuron

Lea Baum­gart­ner, MSc